🔥 Aufwärmen / Abschluss

Teamfarbe (Torschuss-Aufwärmen)

Aufwärmen mit Ball, Dribbling + Zielschuss, kein Warten.

Aufbau

Feldgröße: 25 × 20 Meter
Spielerzahl: 9–15 Kinder (3 Teams à 3–5 Kinder)
Material:

  • 3 Fußballtore (oder Hütchen-Tore), jeweils in einer anderen Farbe markiert (z. B. rote, gelbe, blaue Hütchen o. farbige Bänder an den Torpfosten)
  • 3 bis 4 Hütchen pro Slalom-Linie (3 Linien = 3 Slalomdribbling-Parcours)
  • 1 Ball pro Kind (oder zentral gesammelt und am Start ausgeteilt)
  • Optional: 3 Torwarte oder der Trainer im Wechsel

Feld-Markierung:

      Start (3 Gruppen nebeneinander)
       |
    Slalom-Zone (3 Stangen-Reihen, 10 m)
       |
   Schusslinie (ca. 6-8 m vor Tor)
       |
   3 farbige Tore nebeneinander (mit jeweils 2 m Abstand)

Ablauf

Vorbereitung (2–3 Min): Teams bilden, jedes Team bekommt eine Farbe (z. B. „Rotes Team = rotes Tor"). Teams stehen in Reihen an der Startlinie, jedes Kind einen Ball.

Phase 1: Kennen-Lernen ohne Wettkampf (2–3 Min)

  1. Trainer stellt sich vor die Kinder und erklärt den Ablauf einmal, indem er/sie ihn vorführt:
    • Los-Signal geben
    • Kind 1 dribbelt durch die Slalom-Stangen (links-rechts-links, 3 Stangen)
    • Stoppt an der Schusslinie
    • Schießt auf sein Farbtor
    • Holt seinen Ball
    • Läuft zurück und stellt sich hinten in die Reihe
  2. Erstes Kind startet: Trainer gibt das Signal „Los!" und Kind 1 läuft los. Die anderen Kinder sehen live, wie es funktioniert.
  3. Zweites Kind folgt sofort: Kein langes Warten.

Phase 2: Ablauf trainieren (2–3 Min)

  • Alle Kinder führen einen Durchgang durch.
  • Trainer achtet auf: Slalom-Tempo (nicht zu schnell dribbling verloren), Schusslinie respektieren, klare Schussabsicht.
  • Kein Punktzählen noch — nur Bewegungs-Sicherheit.

Phase 3: Wettkampf mit Farbkommandos (4–6 Min)

  • Trainer ruft eine Farbe: „Rot!"
  • Nur das rote Team startet (nicht alle gleichzeitig).
  • Wer schießt zuerst und macht ein Tor (oder trifft die Markierung)?
  • Punkt: Das schnellste Kind des Teams, das zuerst fertig ist und trifft, bekommt einen Punkt für sein Team.
  • Trainer ruft die nächste Farbe: „Gelb!" — jetzt läuft gelbes Team.
  • Wechsel: Rot → Gelb → Blau → Rot → ...
  • Tempo: Ca. 15–20 Sekunden pro Durchgang.
  • Nach 8–10 Durchgängen Punkte zählen → Welches Team hat die meisten Punkte?

Phase 4: Variante „Trainerlüge" (2–3 Min, optional)

  • Trainer ruft eine Farbe, aber meint die andere (z. B. „Rot!" aber zeigt auf das blaue Tor).
  • Kinder müssen schnell reagieren: Welchem Kommando folgen sie — dem Wort oder dem Signal?
  • Das macht Spaß und trainiert Fokus und Flexibilität.

Dauer: 10–15 Minuten insgesamt.


Coaching-Punkte

  • Klare Kommando-Rhythmik: Der Trainer muss deutlich und im gleichmäßigen Tempo rufen. Das gibt der Übung Struktur und hält Spannung.
  • Dribbling-Qualität vor Geschwindigkeit: Der Slalom ist nicht zum Sprint da — das Dribbling sollte sauber sein. Wenn zu schnell dribbelt, verliert ein Kind den Ball.
  • Schussfokus: An der Schusslinie soll das Kind kurz pausieren (eine Sekunde) und aufs Tor schauen, bevor es schießt — nicht aus dem Vollsprint heraus schießen.
  • Torwart oder Trainer-Einsatz: Ein Torwart macht es spannender (Ball wird gehalten/zurückgepasst). Wenn kein TW da ist, kann der Trainer oder ein erfahrenes Kind im Tor stehen.
  • Motivation durch Farb-Identität: Kinder mögen es, wenn sie „ihre" Farbe haben. Das Team-Gefühl ist wichtig.

Häufige Fehler & Korrektur:

  • Zu schnell dribbeln und Ball verlieren: Kind sprintet und verliert im Slalom den Ballkontakt. → Korrektur: Trainer fordert Verlangsamung auf: „Kontrolle, dann Schuss!" Erste Runde ohne Wettkampf nochmal langsam durchgehen.
  • Falsches Tor treffen (obwohl die Farbe klar ist): Verwirrung oder Unachtsamkeit. → Korrektur: Bei Ansage die Farbe laut wiederholen lassen: Trainer sagt „Rot!" und Kinder schreien „Rot!" zurück. So ist klar, welches Tor gemeint ist.

Varianten

  • Mit verschiedenen Dribbel-Techniken: Erste Runde Außenseite, zweite Runde Innenseite, dritte Runde mit Sohle (Fußrücken). Trainiert technische Vielfalt.
  • Doppel-Slalom oder Hütchen-Wendepunkt: Statt Slalom drei Stangen → nach Slalom einmal um ein einzelnes Hütchen drehen und dann zur Schusslinie. Koordinativ anspruchsvoller.
  • Mit einem Abwehrspieler: Ein Kind aus dem anderen Team steht locker im Slalom und versucht, den Dribler zu stören (ohne Kontakt). Das ist ein Mini-1vs1 — Dribler muss ausweichen, nicht durchlaufen wie ein Automat.

Quelle: soccerdrills.de