Aufbau
Feldgröße: 2 Staffel-Bahnen à 20 m (bei Gruppen > 8: 3 Bahnen)
Spielerzahl: 4–5 Kinder pro Team (3–4 Teams), ideal 12–16 Kinder insgesamt
Material:
- Verschiedene Bälle: Fußbälle, Tennisbälle, evtl. Medizinbälle oder Pezzibälle
- Markierungshütchen oder Stangen für Start und Wendepunkt (ca. 20 m Abstand)
- Optional: Verschiedene Transport-Objekte (auch Reifen, Flaschen, Spielzeugtiere)
Ablauf
Vorbereitung (2 Min): Teams bilden, jedes Team in eine Reihe an der Startlinie. Wendepunkt markieren.
Runde 1: Klassischer Balltransport (3–4 Min)
- Kind 1 nimmt einen Ball (z. B. Fußball) in eine Hand.
- Rennt zur Wendemarke und zurück zur Startlinie.
- Übergabe an Kind 2 (mit Handwechsel).
- Kind 2 macht dasselbe – sofort weiter.
- Teams werden gezählt: Welches Team hat alle Kinder zuerst durch?
- Tipp: Übergabe sollte kontrolliert sein, nicht rennen lassen.
Runde 2: Verschiedene Transportarten (4–5 Min) Jedes Mal eine neue Transportform vorgeben (z. B. 2–3 Varianten pro Runde). Die Teams führen in derselben Reihenfolge durch:
- Transportform 1: Ball hinter dem Rücken halten
- Transportform 2: Ball über dem Kopf (beide Hände)
- Transportform 3: Ball mit einer Hand führen (immer links/rechts)
- Transportform 4: Mit beiden Beinen schwach dribbeln (nicht volle Kraft)
- Transportform 5: Ball mit Blick nach oben (räumliche Orientierung)
Runde 3: Material-Mix (3–4 Min) Verschiedene Bälle transportieren:
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- Kind: Fußball
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- Kind: Tennisball
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- Kind: Medizinball (leicht)
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- Kind: Pezziball (groß, unhandlich) — oder Reifen
Ziel-Bestimmung:
- Nach jeder Runde werden die Zeiten notiert (oder einfach: „Team A ist Erste").
- Am Ende wird die schnellste Runde prämiert.
- Wichtig: Auch wenn ein Team nicht gewinnt, alle durchlaufen alle Runden — kein Kind sitzt rum.
Dauer: 10–15 Minuten insgesamt (je nach Anzahl Runden und Gruppen-Größe).
Coaching-Punkte
- Technische Variabilität: Nicht nur Schnelligkeit, sondern die Anpassung an verschiedene Bewegungsformen trainiert Koordination und Variabilität — das ist der Kern.
- Übergabe-Qualität: Eine sichere, kurze Übergabe ist schneller als ein wildes Werfen. Trainiert auch Feinmotorik.
- Lauf-Form: Natürlicher, lockerer Lauf — nicht verkrampft sprinten. Kinder sollten Spaß haben, nicht erschöpft sein.
- Regel-Sicherheit: Vor Runde 1 klare Demo durchmachen: Trainer zeigt die Bewegung einmal, dann machen alle Kinder sie kurz im Stehen nach, bevor es losgeht.
- Motivation durch Varianz: Jede neue Runde ist eine neue Challenge — das hält die Spannung.
Häufige Fehler & Korrektur:
- Unsaubere Übergaben / zu weit entfernt: Kinder werfen den Ball weg statt zu übergeben. → Korrektur: Übergabe-Zone markieren (z. B. schmale Linie) — nur dort darf übergeben werden. Erst nach korrekter Übergabe startet nächstes Kind.
- Zu streng nach Regelwerk: Kinder machen die Transportform falsch und unterbrechen. → Korrektur: Im Haupttraining streng sein, aber hier: „Macht was ähnliches, Hauptsache ihr bewegt euch!" — der Spaß steht im Vordergrund.
Varianten
- Mit Bewegungs-Elementen: Statt nur transportieren: nach Wendepunkt eine Rolle rückwärts machen und zurück laufen, oder rückwärts sprinten.
- Hütchen-Slalom: Wendepunkt ist nicht gerade, sondern Slalom durch 3–4 Hütchen (koordinativ anspruchsvoller, langsamer, aber dafür mehr Ballkontrolle).
- Partner-Transport: 2 Kinder transportieren einen Ball zusammen (je eine Hand) — trainiert Abstimmung und Kommunikation statt nur Individual-Speed.
Quelle: Fußball-Training-Blog