Aufbau
Parcours-Layout: Ca. 30–40 Meter lange Strecke mit 2–3 Ballstationen:
- Station 1 (Start): Dribbelslalom über 5–8 Meter (z. B. 4–5 Hütchen im Zickzack)
- Station 2 (Mitte): Passtor oder Ballannahme-Station – 2 Partner passen sich 5–6 Bälle zu oder Kind passt gegen Wand
- Station 3 (Ende): Abschluss auf ein kleines Tor oder Markierungslinie (Schuss unter Druck)
Spielerzahl pro Gruppe: 3–5 Spieler (nicht mehr! Sonst lange Wartezeiten, Erholung verwässert)
Material:
- Pro Station: 4–6 Fußbälle
- 5–8 Hütchen für Dribbelslalom
- 1 kleines Tor oder 2 Markierungshütchen (für Abschluss-Station)
- Stoppuhr oder Smartphone-Timer
- Optional: Trainingsweste zum Kennzeichnen von Positionen
Vor dem Training: Parcours aufbauen, Stationen klar erklären, Bälle kontrollieren.
Ablauf
Gesamt-Struktur: 2–3 Serien à 4–6 Wiederholungen mit Pausen
Phase 1: Belastungs-Serie (ca. 20–30 Sekunden pro Durchgang)
Aufwärm: 2–3 Testdurchläufe im lockeren Tempo, damit Kinder die Stations-Abläufe verstehen.
Dann: 4–6 Wiederholungen à 20–30 Sekunden Hochintensität:
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Dribbelslalom (ca. 8 Sekunden): Kind startet, dribbelt durch Hütchen im Zickzack. Schnelle kleine Tritte, Ball eng, schnelle Richtungswechsel.
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Passtor / Pass-Station (ca. 5–7 Sekunden): Kind kommt an, passt 3–4× schnell gegen Partner oder Wand. Schnelle Pässe, gute Ballkontrolle.
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Abschluss aufs Tor (ca. 5–8 Sekunden): Kind schießt sofort aufs Tor. Unter Ermüdung! Das ist der Sinn – Schuss-Qualität unter Belastung trainieren.
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Gemessene Zeit oder einfach durchlaufen: Trainer zählt Sekunden oder Kinder laufen einfach durch (nicht immer stoppen, macht Spiel flüssiger).
Trainer-Rolle: Laut anfeuern, Intensität einfordern. "Volle Power! Schnell durch die Hütchen! Harter Schuss!"
Phase 2: Erholungs-Phase (ca. 30–40 Sekunden pro Durchgang)
Wichtig: Keine komplette Pause – aktive Erholung!
Spieler tut einen der folgenden Dinge:
- Lockeres Passen: Mit Partner 10–15 ruhige Pässe austauschen (kein Sprint, kontrolliertes Tempo).
- Jonglieren: Leichtes Balljongieren mit Ball hochwerfen und fangen.
- Leichtes Trippeln: Langsam um die Station herum laufen, den Ball mitführen, aber locker.
- Oberkörper-Stretching: 5–10 Sekunden Hüfte dehnen, Arme hochmachen (lockert auf).
Warum? Puls sinkt etwas, Blut zirkuliert, Ermüdung baut ab, aber Ballkontakt reißt nicht ab.
Nach 4–6 Wiederholungen: 2–3 Minuten aktive Pause
- Alle Spieler treffen sich, trinken, lockeres Passen mit Ball.
- Trainer gibt kurz Feedback: „Voll dabei! Aber Schuss hätte noch schneller sein können."
Dann: Neue Serie starten (insgesamt 2–3 Serien).
Coaching-Punkte
Belastungs-Intensität nicht negotiable:
- Die Übung funktioniert NUR mit echtem Tempo und voller Intensität.
- Nicht im Schongang durchlaufen. Das trainiert die falsche Energie.
- Trainer muss das einfordern und mit Lautstärke holen: "Schneller! Volle Power!"
Technik auch unter Ermüdung:
- Wenn Qualität im Abschluss sinkt (Schuss geht weit drüber, Ballkontrolle bricht ein), Lösung: Belastungsdauer reduzieren, nicht Tempo.
- Lieber 15 Sekunden mit top Technik als 30 Sekunden mit schlechtem Abschluss.
- Cue: "Technik ist wichtiger als Tempo."
Gruppengröße klein halten – Wartezeiten vermeiden:
- 3–5 Spieler pro Parcours ist das Optimum.
- Wenn 6–8 Spieler: zwei Parcours parallel bauen.
- Wartezeiten zerstören Erholung und langweilen Kinder.
Ausreichend Trinkpausen:
- Zwischen Serien (alle 4–6 Durchgänge): 30–60 Sekunden Trinkpause.
- Gerade im Sommer wichtig. Ausdauer sinkt ohne Hydration.
Individuelle Belastungsgrenzen achten:
- Nicht alle haben gleiche Fitness. Starke Spieler: 30 Sekunden Belastung. Schwächere: 20 Sekunden.
- Es ist ok, unterschiedliche Zeiten zu haben. Nicht zu viel erzählen, einfach anpassen.
- Nach 10 Minuten Gesamttraining (2 Serien) oft genug für weniger trainierte Kinder.
Pausen sind Teil des Trainings:
- Erholung ist nicht „faul sein", sondern Training. Aktive Erholung ist Trainingsziel.
- Spieler soll Puls senken, aber nicht komplett abschalten.
Feedback konkret geben:
- Nicht: "Gutes Training!"
- Sondern: "Dribbelslalom war schnell! Schuss aber noch nicht hart genug. Beim nächsten Mal direkt Kick!"
Varianten
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Wettkampf-Form: Zeiten stoppen pro Durchlauf. Am Ende: Wer war schnellste im Dribbelslalom? Wer präzisester Abschluss (Tor getroffen)? Über mehrere Trainingstage Bestzeiten tracken und vergleichen. Motiviert zu mehr Intensität.
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Mit Kopfball-Station: Statt Passtor: Kopfball-Station. Nach Dribbelslalom: Ein Partner wirft Ball hoch, Kind kopft gegen Wand oder ins Tor. Trainiert Kopfballkraft unter Belastung.
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Mit Zweikampf-Moment: Nach Dribbelslalom: Partner versucht den Ball zu tackling. Kind muss dribbelnd entkommen, dann Abschluss. Trainiert Dribbling unter echtem Druck.
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Mit verschiedenen Stations-Typen:
- Station 1: Dribbelslalom rechts
- Station 2: Dribbelslalom links
- Station 3: Pass-Zu-Abschluss
- Jeder macht alle 3 rotativ. Mehr Abwechslung.
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Längere Strecke: Für ältere C/B-Jugend: 50–60 Meter, 4–5 Stationen, 30–40 Sekunden Belastung. Mehr Ausdauer-Focus.
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Mit Tempo-Variationen:
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- Serie: 100% Intensität
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- Serie: 90% Intensität (noch intensiv, aber nicht maximal)
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- Serie: 80% Intensität (Sicherung am Ende)
- Verhindert Überlastung zum Trainings-Ende.
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Sicherheit & Management
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Aufwärmen vor Intervallen: Nie direkt mit Intervall-Training starten. 5–10 Minuten leichtes Spiel oder Laufen vorab.
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Abkühlung danach: Nach Intervallen nicht sofort duschen/gehen. 3–5 Minuten lockeres Trippeln oder Dehnungen.
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Hydration: Zwischen Serien Wasser bereitstellen. Gerade bei intensivem Training.
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Verletzungsprävention: Bälle und Hütchen kontrollieren. Keine rutschigen Böden neben Stationen. Gutes Schuhwerk wichtig.
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Individuelle Grenzen: Nicht zwingen, wenn Kind offensichtlich überfordert ist. Lieber Pause oder reduziertes Training.
Quelle: Trainerteam