Aufbau
Feldgröße: 30 × 25 Meter (Rechteck oder Raute möglich)
Spielerzahl: 10–18 Kinder pro Gruppe
Material:
- 10–18 Fußbälle (einer pro Kind – sehr wichtig!)
- 2–3 Leibchen (um Fänger zu kennzeichnen, optional aber hilfreich)
- Markierungshütchen zum Feld abgrenzen
Vorbereitung: Feld deutlich mit Hütchen abgrenzen. Ausreichend Platz um das Feld, damit keine Verletzungsgefahr durch Gegenstände. Alle Bälle kontrollieren (keine defekten).
Ablauf
Startsituation (wichtig – klar erklären!):
- Alle 10–18 Kinder haben einen Ball am Fuß im Feld.
- 2–3 Kinder werden zu Fängern ernannt (Trainer tippt sie an oder Freiwillige). Fänger haben keinen Ball.
- Restliche Kinder sind Dribbler und haben je einen Ball.
Spiel-Phase (ca. 3–5 Minuten pro Runde):
- Fänger versuchen sofort, einen der Dribbler zu ticken (antippen an Schulter, Rücken oder Arm).
- Wenn ein Dribbler getickt wird:
- Dieser wird neuer Fänger und bekommt eine Leibchen (falls vorhanden).
- Der getickte Dribbler muss seinen Ball stehen/liegen lassen.
- Der bisherige Fänger übernimmt den Ball des GeTickten und dribbelt jetzt selbst weiter.
- Spiel läuft kontinuierlich – nach jedem Ticken rollen die Rollen sofort um.
- Das Spiel läuft 3–5 Minuten pro Runde, dann Pfiff und Stopp.
Feldgrenzen-Regel (wichtig!):
- Kein Kind darf das Feld verlassen. Wer absichtlich rausfährt oder rausläuft, wird automatisch Fänger (ohne getickt zu werden).
- Das verhindert, dass Dribbler einfach weglaufen statt zu spielen.
Pausen und Wechsel:
- Nach 3–5 Minuten: Pfiff, alle stehen lassen, kurze Verschnaufpause (30–60 Sekunden).
- Kinder können trinken, Trainer fasst kurz zusammen: „Gut durchgedribbelt, viele schauten nach oben!" oder „Nächste Runde: noch schneller Richtungswechsel!"
- Dann neue Runde mit neuen oder gleichen Fängern starten.
Spiel-Dauer:
- 2–3 Runden à 3–5 Minuten (insgesamt 10–15 Minuten).
- Nicht länger spielen – Kinder werden danach müde und Qualität sinkt.
Coaching-Punkte
Haupt-Trainingsziel: Kopf oben!
- Das ist das Wichtigste. Dribbeln ohne konstant auf den Ball zu schauen.
- Warum? Wenn der Ballführer nur auf den Ball schaut, sieht er nicht, wo die Fänger sind → Fänger erwischen ihn leichter.
- Cue: „Schau auf den Ball, dann nach oben, Ball, dann oben." Blick sollte alle 2–3 Sekunden nach oben gehen.
Ballkontrolle unter Druck:
- Kern-Kompetenz: Unter Zeitdruck und Stress den Ball nicht verlieren.
- Kleine Schritte, Ball nah beim Fuß (1–2 Schuhspitzen Abstand). Nicht dribbeln wie in Vollgas-Sprint, sondern kontrolliert mit Explosivität.
Schnelligkeit und Richtungswechsel:
- Fänger zwingen zu schnellen Richtungswechseln. Das trainiert Wendigkeit, Reaktion und Agilität.
- Gutes Coaching: „Wenn der Fänger kommt, schnell 90° drehen, nicht einfach geradeaus laufen!"
Fairness und Sicherheit:
- Ticken ist freundlich und leicht. Kein aggressives Tackling, kein Stoßen, kein Schieben.
- Bei zu rauhem Spielen: kurz unterbrechen, erklären, weitermachen.
Einsatz-Gleichgewicht wichtig:
- Nicht immer die gleichen Kinder als Fänger. Starke Dribbler auch mal zum Fänger machen, damit auch sie unter Druck fahren müssen.
- Schwächere Dribbler öfter Fänger werden lassen (kostet weniger Ausdauer, mehr Reaktion).
Belastung achten:
- Spiel ist intensiv (ähnlich wie Laufsprint). Nach 3–5 Min Pause geben.
- Insgesamt nicht länger als 15 Minuten am Stück spielen – danach Qualität sinkt, Ermüdung zu groß.
Motivation und Feedback:
- Loben von Reaktion und Ballkontrolle, nicht nur von erfolgreichen Spielverlauf.
- „Schöne Richtungswechsel!" oder „Guter Ballkontakt unter Druck!"
Varianten
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Zwei-Fänger-Team-Mode: 2 Fänger arbeiten zusammen und versuchen, Dribbler einzuengen. Ein Fänger mit Ball (dribbelt), einer ohne (tastet ab). Schwieriger für Dribbler, aber auch taktischer.
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Zone-Variante: Feld in 3–4 Zonen teilen (mit Hütchen oder Linien). Kinder dürfen nur in ihrer Zone dribbeln. Mehr Enge, strengere Ballkontrolle nötig. Fänger können Zonen-Grenzen nicht verlassen – trainiert räumliches Spiel.
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Leibchen-Tausch: Fänger tragen Leibchen/Weste. Wer getickt wird, zieht Leibchen an → schnell zu erkennen, wer dran ist. Macht Spiel übersichtlicher für Trainer und schneller.
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„Topp & Flop"-Variante: Statt normales Ticken:
- „Topp" (antippen auf den Kopf) → Kind muss hüpfen oder Kopfball machen.
- „Flop" (antippen auf die Seite) → Kind muss schnell sich drehen oder auf der Stelle rückwärts laufen.
- Macht Spiel variabler und lustig.
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„Letzter König"-Modus: Nach jeder Runde, wenn nur noch 2 Spieler übrig sind (alle anderen wurden getickt):
- Diese zwei spielen 1-gegen-1 mit ihren Bällen.
- Wer zuerst den anderen tickt, ist der „König der Runde" und spielt in der nächsten Runde nicht als Fänger.
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Mit Musik: Musik läuft während des Spiels. Stopp der Musik = Fängerwechsel oder Regel-Änderung. Macht es rhythmischer.
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Nur mit linkem/rechtem Fuß: Für Training der schwachen Seite. Alle müssen mit rechts dribbeln (auch Fänger, wenn mit Ball). Trainiert Ausgleich.
Sicherheit & Management
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Platzmangel + zu viele Kinder: Zu viele auf zu kleinem Platz = Chaos und Verletzungsgefahr. Entweder Feldgröße vergrößern (30 → 35 Meter) oder Gruppe aufteilen (2 × 8–9 Kinder).
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Stolper- und Ballgefahren: Bälle können herumliegen oder zum Hindernis werden. Vor Runde-Start Platz kurz scannen, keine Bälle im Weg. Nach jeder Runde wieder checken.
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Intensität kontrollieren: Spiel ist hochintensiv – Puls geht schnell hoch. Nach 3–5 Min Pause geben. Nicht länger als 15 Minuten hintereinander spielen.
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Trinkpause: Zwischen Runden Zeit für Trinken geben.
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Verletzungen vorbeugen: Feld-Ränder kontrollieren – keine harten Gegenstände, Zäune, Ecken nah am Feld. Gutes Schuhwerk ist wichtig.
Quelle: Trainerteam