Aufbau
- Spielfeld: Strafraum (40 × 16 m) mit Volltor und Torwart
- Spielergruppen:
- 3–4 Flanker (je Seite 1–2)
- 3–4 Stürmer
- 1 Torwart
- Material: 12–15 Fußbälle bei den Flankern
- Feldaufbau: Zwei Flanker postieren sich an den Außenlinien (ca. auf Höhe der Seitenlinie des Strafraums), mit Ballreserve. Die Stürmer nehmen unterschiedliche Startpositionen ein: einer am kurzen Pfosten (ca. 6 m), einer am langen Pfosten (ca. 12 m), einer auf dem Elfmeterpunkt (11 m). Markierungen mit Hütchen helfen bei der Positionierung.
Ablauf
- Start: Der Flanker auf der einen Seite hat einen Ball und steht ca. 3–5 m von der Außenlinie entfernt mit leichtem Anspiel-Tempo bereit.
- Flanke: Der Flanker nimmt zwei schnelle Schritte an und schlägt die Flanke in den Strafraum. Wichtig: Höhe variieren – eine flache Flanke (ca. 1 m Höhe), dann halbhoch (ca. 2 m), dann hoch (über 2 m). Der Ball sollte vor die Stürmer gespielt werden, nicht auf sie.
- Stürmerlauf: Die Stürmer starten versetzt und gezielt zu dem Raum, wo die Flanke landen wird. Sie beobachten den Flanker und starten ca. 1–2 Sekunden VOR dem Flankenmoment – nicht zu früh (Bewegung stoppt), nicht zu spät (keine Zeit mehr für Aktion).
- Abschluss:
- Kopfball: Mit Stirn treffen, Nacken angespannt, Augen auf dem Ball, aktiv zum Ball gehen (nicht warten).
- Volley: Fußspitze zeigt nach unten, Beinschwung kommt aus der Hüfte, Körperspannung halten.
- Direkter Schuss: Wenn die Flanke auf Schusshöhe kommt, sofort mit Innenseite oder Spann abschließen.
- Rotation: Nach der Aktion gehen die Stürmer zur Ersatzbank oder zur Flanker-Seite. Der nächste Flanker übernimmt auf der anderen Seite. Nach 8–10 Wiederholungen pro Seite wechseln: Flanker werden Stürmer, Stürmer gehen auf die Flanker-Position.
- Tempo: Ununterbrochen ca. 10–15 Minuten, dann Pause.
Coaching-Punkte
- Timing des Laufwegs: „Schaut auf den Flanker – startet, wenn er den Ball hochnimmt." Der Laufweg muss mit der Flankengeschwindigkeit synchron sein, sonst vorbei am Ball.
- Unterschiedliche Laufwege: „Einer kurz, einer lang, einer mittig – nicht alle auf einen Punkt." Fordert drei unterschiedliche Routen ein.
- Kopfball-Technik: „Stirn trifft den Ball" – zeige selbst wie, Stirn auf dem Ball, nicht Hinterkopf. „Aktiv raus, nicht passiv warten."
- Augen auf dem Ball: Auch beim Kopfball bis zum Kontakt hinschauen.
- Flanker-Blick: „Erst passt ihr die Flanke, dann schaut ihr, wo der Spieler läuft." Viele Flanker werfen blind in Richtung Tor statt in den freien Raum.
- Häufige Fehler:
- Zu früh starten: Der Stürmer ist schon im Strafraum, wenn die Flanke kommt – zu spät für den Abschluss. Korrektur: „Wartet auf den Ball, startet mit ihm, nicht davor."
- Passiver Kopfball: Kopf in den Ball statt Ball zum Kopf. Korrektur: Nackenmuskulatur anspannen, Stirn aktivieren, Kopf beschleunigt zum Ball hin.
Varianten
- Nach Dribbling flanken: Der Flanker dribbelt erst 2–3 m die Außenbahn hinauf, dann flankt. Realistischer, schwerer.
- Mit passivem Abwehr-Spieler: Ein Verteidiger (nicht aktiv, nur als Orientierung) steht im Strafraum – Stürmer müssen sich orientieren, Flanker zielt gezielt.
- Verschiedene Startpositionen: Nicht immer die gleichen Positionen – Stürmer wechseln zwischen kurz/lang/Mitte, um Flexibilität zu trainieren.
- Mit Torhüter aktiv: Torhüter kommt aus dem Tor und versucht zu klären oder abzufangen – Stürmer müssen schneller abschließen.
Quelle: Trainerteam